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Landesrätin Mag.a Elisabeth Grossmann: Der Tatsache, dass in unserem Land annähernd gleich viele Frauen wie Männer leben, muss auf allen Ebenen, in allen Bereichen und insbesondere von Politik immer und überall Rechnung getragen werden. Dass dies bisher nicht immer der Fall ist und war wissen wir. Genau deshalb werden durch das große Gender Mainstreaming Projekt mit Hilfe von Fachfrauen einerseits Kompetenzen aufgebaut und Möglichkeiten aufgezeigt, andererseits Lösungswege gesucht und gefunden, um von Seite der Politik und der Verwaltung in der Steiermark Vorbild zu sein.
Vorbild für ein gleichgestelltes Zusammenleben von Männern und Frauen, Vorbild für gerechte Verteilung zwischen Männern und Frauen. Es freut mich ganz besonders, dass nun erstmals eine Vielzahl von Personen in der Politik und in der Verwaltung darüber Bescheid wissen, wie Strategien umzusetzen sind, um zufriedenstellenden Output für beide Geschlechter zu erreichen, und dass dieses Wissen auch weiter getragen wird und in der tagtäglichen Arbeit in konkreten Taten münden kann.

Die Steiermärkische Landesregierung ist dem inneren Antrieb, sich aus eigener Kraft bewegen und verändern zu wollen gefolgt und hat ein Projekt zur Ausrichtung von Politik und Verwaltung auf Gleichstellung von Männern und Frauen gestartet, das vieles verändern wird und auch manches schon verändert hat.

Die Leitfrage des auf drei Jahre angelegten Vorhabens der Steiermärkischen Landesregierung lautet: Wo und wie können nachhaltig in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Strukturen und Rahmenbedingungen entwickelt werden, die weder bevorzugen noch benachteiligen?

…Wer die aktuellen Debatten über Gleichstellung von Frauen und Männern bei Karriere und Einkommen, über gerechte Aufteilung der Familienarbeit, im Hinblick auf geschlechtsspezifische Berufswahl oder Beteiligung an Entscheidungspositionen verfolgt, gewinnt den Eindruck: „....und sie bewegt sich kaum".

Doch es gibt sie: Projekte, nach deren Umsetzung die gewohnte Umgebung nicht mehr war wie zuvor. Weil sie eine neue, andere Sicht der Dinge ermöglicht haben, hinter die es kein Zurück mehr gibt. Eine Umwälzung mit eben diesem Potenzial wird gerade in der Steiermark umgesetzt.

Im Rahmen des Projektes „Gender Mainstreaming für die Steiermärkische Landesregierung“ werden die unterschiedlichen Sichtweisen und Prioritäten in den Ressorts und die autonomen selbstgesteuerten Projekte mit einer übergeordneten, gemeinsamen Planung kombiniert. Die Gender Mainstreaming Expertinnen Heide Cortolezis und Dorothea Sauer beraten und begleiten alle Aktivitäten als Projektleiterinnen.

Die Entwicklung der Pilotprojekte in den politischen Ressorts begann mit der Bereitschaft der politisch Verantwortlichen, sich der Frage zu stellen wo und wie die eigenen Politiken und Strategien tatsächlich auf die Gleichstellung von Frauen und Männern wirken. Derzeit werden mit klarem Blick aufs Wesentliche in verschiedenen politischen Büros Ideen zur exemplarischen Integration von Gender Mainstreaming entwickelt. Die Spannbreite der Ideen ist äußerst vielfältig: Gendersensible regionale Entwicklung, Gleichstellung in kommunalen Aktivitäten oder Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse und Lebensbedingungen von Frauen und Männern in der Verkehrsplanung sind nur einige der spannenden Themen, die von den Projektmanagerinnen derzeit mit den politisch Verantwortlichen im Land diskutiert werden.

Was überzeugt, das ist die Einfachheit und Schlagkraft der Ideen. Das Besondere fällt nicht vom Himmel, sondern erfordert Arbeitslust, Leidenschaft und wirkliches Bemühen um Originalität: Über den Tellerrand schauen, mit ungeschriebenen Gesetzen brechen, sich neu erfinden.

h_cortolezis_b_vollath_webDerzeit haben bereits konkrete Pilotprojekte die Umsetzung begonnen (New GenDeration – Integration von Gender Mainstreaming in die Pflichtschulen; Integration von Gender Mainstreaming in die Landentwicklung Steiermark; Gendergerechte Modellgemeinden in der Steiermark, Erstellung einer geschlechtergerechten beschäftigungspolitischen Strategie), weitere sind in der Planungsphase und der Kompetenzaufbau bei Abgeordneten aller Landtagsparteien in vollem Gang.

„Wir wollen gemeinsam jene Strukturen und Rahmenbedingungen verändern, die Frauen (und auch Männer) in klassische Rollenbilder drängen. Ich bin stolz, dass die Landesregierung hier den richtigen Weg eingeschlagen hat“, betonte die Landesrätin für Gesundheit und Kultur, Dr.in Bettina Vollath, in deren Amtszeit das Projekt begonnen wurde. Hier im Foto mit Heide Cortolezis, MSc, MBI, (links im Bild) die zusammen mit Dorothea Sauer die Koordination aller Gendermainstreaming Projekte des Landes Steiermark vorbereitet, inhaltlich begleitet und koordiniert